Falschbeschuldigung nach One-Night-Stand

Was eigentlich als ein sexuelles Abenteuer – neudeutsch: One-Night-Stand – harmonisch begann, endet in einer Falschbeschuldigung wegen einer angeblichen Vergewaltigung.

„Nein heißt nein“ und die Folgen

Eine gemeinsame Nacht oder eine Affäre führen nicht selten zu einem bösen Erwachen am nächsten Morgen. Auf Grund der Verschärfung des Sexualstrafrechts im November 2016 sind sexuelle Handlungen „gegen den erkennbaren Willen“ des Sexualpartners als sexueller Übergriff unter Strafe gestellt. Ein ausdrückliches „Nein“ ist dabei ebenso wenig erforderlich, wie dass derjenige oder diejenige sich irgendwie zur Wehr setzt.

Ein One-Night-Stand gegen den erkennbaren Willen?

Doch was, wenn man diesen entgegenstehenden Willen, die Ablehnung nicht erkannt hat? Zuweilen handeln Menschen nicht rational, entsprechend bringen sie ihren Willen oft nicht deutlich genug zum Ausdruck. Rückblickend „verschwimmt“ die Erinnerung und das „Date“ meint, den Unwillen deutlich genug zum Ausdruck gebracht zu haben.

Zwar hat es als gemeinsamer Abend begonnen, dennoch gehen die Erinnerungen häufig später sehr weit auseinander. Was hat wer wann gesagt und was wann gemacht?

Anders ausgedrückt: Die beiden Sexualpartner haben sich schlicht missverstanden, dafür ein sehr verhängnisvolles Missverständnis. Ein One-Night-Stand ist meist ein spontanes Ereignis, man findet sich sympathisch und geht zusammen nach Hause. Doch man kennt sich kaum und kann vielleicht Signale dann nicht richtig deuten, vor allem wenn Alkohol im Spiel ist. Ob dann tatsächlich „nein“ gesagt wurde oder dagegen nur glaubt, „nein“ gesagt zu haben, gerät schnell in den Hintergrund.

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Für den Beschuldigten steht dagegen alles auf dem Spiel. Auf die mögliche Verurteilung wegen Vergewaltigung steht eine Freiheitsstrafe von mindestens zwei Jahren. Eine Aussetzung der Strafe zur Bewährung wäre dann nicht mehr möglich.

Sie haben eine Vorladung von der Polizei erhalten?

Von dem Vorwurf erfährt ein Beschuldigter meistens erst durch die Vorladung der Polizei. Manchmal steht die Polizei auch zuerst mit einem Durchsuchungsbeschluss vor der Tür. Von der Hausdurchsuchung erhofft man sich Beweismittel oder Spuren zu finden, die den Vorwurf untermauern sollen. Was kann man dagegen tun? Wie kann man sich wehren?

Tipp 1: Reden ist Silber, Schweigen ist Gold! Gerade zu Unrecht Beschuldigte wollen sich lieber „redend“ verteidigen, um die Vorwürfe aufzuklären und so möglichst aus der Welt zu schaffen. Das erweist sich leider oft als falsch! Deshalb schweigen Sie besser jedenfalls so lange, bis Sie sich mit einem Rechtsanwalt beraten konnten.

Tipp 2: Geben Sie der Polizei keine Passwörter für Ihren Computer oder das Smartphone! Alles ist nun verdächtig und kann gegen Sie verwendet werden. Sie müssen die Polizei bei deren Arbeit nicht unterstützen, deswegen lassen Sie es am besten. Bei der Durchsuchung verspricht man Ihnen alles Mögliche, glauben Sie nichts! Auch in die Entnahme einer DNA-Probe sollten Sie nicht freiwillig einwilligen, darüber hinaus auch nicht in eine erkennungsdienstliche Behandlung. Sie haben zwar nichts zu verbergen, aber das ist erst einmal egal!

Tipp 3: Sie brauchen einen spezialisierten Strafverteidiger! Klar, guter Rat ist immer teuer. Schlechter Rat kostet Sie aber (im schlimmsten Fall) die Freiheit. Das Sexualstrafrecht ist ein eigenes Rechtsgebiet mit vielen Besonderheiten. Sie brauchen einen engagierten Strafverteidiger, der Sie vertrauensvoll und vorurteilsfrei berät und mit größter Hartnäckigkeit verteidigt. Schließlich braucht gerade derjenige die besten Anwälte, der unschuldig ist!

Sie haben eine Frage zum Thema Falschbeschuldigung?

Sie haben eine Frage, die unbeantwortet geblieben ist? Dieser Text erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und dient nur der ersten Orientierung; ersetzt jedoch keine persönliche Beratung bei einem Rechtsanwalt. Gern geben wir Ihnen persönlich Auskunft!

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Selbstverständlich begegnen wir unseren Mandanten respektvoll und vorurteilsfrei sowie unter Wahrung absoluter Diskretion. Als Rechtsanwalt unterliege ich der Verschwiegenheit, Sie können daher mit mir alles besprechen, kein Anliegen muss Ihnen unangenehm sein.

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