Verteidigungsstrategie im Sexualstrafrecht

Strafverteidigung ist Vertrauenssachedie Verteidigungsstrategie entscheidend!

In kaum einem anderen Rechtsgebiet prallen die gegenläufigen Interessen zwischen dem staatlichen Strafanspruch einerseits und dem Freiheitsinteresse des Bürgers derartig aufeinander wie im Sexualstrafrecht. Kaum ein Thema ist gesellschaftlich so sensibel wie der Vorwurf einer Sexualstraftat. Für den Beschuldigten steht meist „alles auf dem Spiel“.

Strafverteidigung ist Vertrauenssache

Der Hinweis mag zunächst banal klingen, erweist sich aber als elementar für die erfolgversprechende Verteidigung. Viele Rechtsanwälte lassen sich von der möglichen Schuld des Beschuldigten leiten. Halten sie ihn (noch) für unschuldig, ist alles gut. Ändert sich diese Einschätzung im Laufe der Ermittlungen, bleibt nur noch gesteigerte Verachtung für ihren Mandanten übrig. Beistand hat er dann jedenfalls nicht mehr zu erwarten.

Wir verteidigen ohne Unterschied im Ansehen der Person gleichermaßen vorurteilsfrei zu Unrecht Beschuldigte ebenso wie nach rechtlichen Maßstäben schuldige Täter. Ob jemand Täter oder doch Opfer ist, steht erst am Ende des Strafverfahrens als Ergebnis fest – nicht schon zu dessen Beginn.

Über den Mandanten zu urteilen steht uns nicht zu, sondern ist Aufgabe des Gerichts.

Die richtige Verteidigungsstrategie entscheidet

Engagierte Strafverteidigung setzt bereits im Ermittlungsverfahren an, deren oberstes Ziel ist, die Eröffnung des Hauptverfahrens zu verhindern. Im frühen Stadium sind die Chancen am größten, das Verfahren selbst zu gestalten anstatt nur zu reagieren.

Am Anfang jeder Strafverteidigung steht die Akteneinsicht. Als Rechtsanwälte erhalten wir Einblick in die Ermittlungsakten und können uns ein genaues Bild der Ihnen vorgeworfenen Straftat und der individuellen Beweislage verschaffen. Aufgrund dieser Faktenbasis geben wir Ihnen eine ehrliche Einschätzung der Situation und nicht nur haltlose Versprechungen.

Wir übernehmen ein Mandat nur, wenn wir aufgrund unserer Spezialisierung und Erfahrung davon überzeugt sind, Ihnen die beste Strafverteidigung gewähren zu können. Gemeinsam besprechen wir Ihre Optionen und erarbeiten eine der individuellen Beweislage angepasste erfolgversprechende Verteidigungsstrategie, die für jedes Mandat verschieden ist.

Eine effektive Verteidigung setzt unserer Ansicht nach auch Offenheit des Mandanten voraus. Weiß der Verteidiger nicht woran er ist, so kann er dem Mandanten nur schaden. Steht Aussage gegen Aussage und bestreitet der Beschuldigte glaubhaft die Tat, bewerten wir die Aussagen des Opferzeugen unter aussagepsychologischen Gesichtspunkten, stellen diese früheren oder späteren Aussagen gegenüber, arbeiten ggf. Widersprüche heraus und decken logische Ungereimtheiten auf. Schließlich erarbeiten wir zu den Tatvorwürfen eine umfassende Stellungnahme, die sich akribisch und äußerst präzise mit dem Ermittlungsergebnis auseinandersetzt.

Verteidigung mit oder gegen aussagepsychologische Gutachten

Einer sorgfältigen Abwägung bedarf die Frage, ob ein aussagepsychologisches Gutachten (Glaubhaftigkeitsgutachten) beantragt werden soll. Diese bergen unkalkulierbare Risiken, wenn sie schlecht gemacht sind. Zwar drängen wir darauf, an der Auswahl eines Sachverständigen mitzuwirken, dennoch lässt sich das Ergebnis des Gutachtens nie vorhersehen.

Ist bereits ein Gutachten in der Welt, welches der Aussage Glaubhaftigkeit attestiert, sind nichtsdestotrotz einige Verteidigungsstrategien denkbar.

Wir unterziehen das schon vorhandene aussagepsychologische Gutachten einer kritischen Analyse, um methodische Fehler in der Exploration aufzudecken. Diese thematisieren wir entweder in der Hauptverhandlung oder lassen im Ermittlungs- oder Zwischenverfahren ein methodenkritisches Gutachten erstellen. Dafür arbeiten wir regelmäßig mit einigen namhaften Aussagepsychologen zusammen. Vertrauen Sie unserer Expertise!

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