Falschbeschuldigung im Sexualstrafrecht

Nirgendwo ist eine Falschbeschuldigung so häufig anzutreffen wie im Sexualstrafrecht.

Im Strafverfahren stehen häufig keine Sachbeweise zur Verfügung, die Aussage des einen Beteiligten steht gegen die des anderen. Deshalb liegt bei Sexualstraftaten nahezu immer eine klassische „Aussage-gegen-Aussage“-Konstellation vor. Diese Beweissituation gehört zu den schwierigsten im Strafrecht, da dies keineswegs heißt, der Vorwurf würde nicht verfolgt. Das Gegenteil ist vielmehr der Fall.

Wer unschuldig ist, braucht die besten Anwälte

Bei wohl keinem anderen Rechtsgebiet ist die Bereitschaft zum Vorurteil so groß wie im Sexualstrafrecht und zugleich die Unschuldsvermutung so unpopulär.

Schon der bloße Vorwurf eines Sexualdelikts kann die soziale Existenz eines Menschen komplett zerstören. Dabei spielt auch keine Rolle, wenn sich dessen Unschuld zu guter Letzt herausstellt, irgendetwas bleibt immer haften! Ob jemand tatsächlich Opfer ist, wird allzu oft überhaupt nicht mehr hinterfragt. Selbst in Fachkommissariaten für Sexualdelikte finden sich noch genügend Polizeibeamte, die sich gegenüber vermeintlichen Opfern allzu leichtgläubig zeigen. Anstatt ergebnisoffen und gewissenhaft zu ermitteln, ergreift man dagegen unverhohlen Partei für die Anzeigeerstatterin.

Die Ermittlungsbeamten sollten daher nie die Möglichkeit einer Falschbeschuldigung aus den Augen verlieren. Daran müssen sie allerdings allzu oft erst durch den Strafverteidiger erinnert werden, den der Beschuldigte so früh wie möglich einschalten sollte. Denn gerade wer unschuldig ist, braucht die besten Anwälte!

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Ursachen für eine Falschbeschuldigung

Die Gründe und Ursachen einer bewussten oder unbewussten Falschbeschuldigung sind vielfältig. Diese reichen von einer gezielt falschen Anschuldigung aus Rache oder im Streit um das Sorgerecht bis zu einer diffusen Anschuldigung, um Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Auch psychiatrische Erkrankungen – allen voran die Borderline-Störung – kommen statistisch deutlich gehäuft vor. Am häufigsten sind allerdings bloße Missverständnisse. Beide Sexualpartner waren sich nicht einig darüber, was sie wollten oder brachten dagegen die Ablehnung nicht im Geringsten zum Ausdruck. Woher sollte der eine denn schließlich wissen, dass der andere dies oder das nicht will?

Sie haben eine Vorladung der Polizei als Beschuldigter erhalten?

Auf eine Vorladung der Polizei müssen Sie nicht reagieren. Sie brauchen genauso wenig zu dem Vernehmungstermin erscheinen. Wenn Sie sich vertrauensvoll an uns wenden, sagen wir den Termin für Sie ab und teilen der Polizei mit, dass Sie von Ihrem Schweigerecht Gebrauch machen. Diese Entscheidung darf von der Polizei und Staatsanwaltschaft nicht zu Ihrem Nachteil gewertet werden. Weiterhin zeigen wir Ihre Verteidigung durch uns an.

Was kann ich tun gegen eine Falschbeschuldigung?

Wenn Sie einer Sexualstraftat beschuldigt werden, sollten Sie unbedingt schweigen! Kein Wort zur Polizei! Lassen Sie sich auf kein Gespräch ein, nennen Sie nicht Ihre Passwörter. Stimmen Sie freiwillig keiner DNA-Probe oder erkennungsdienstlichen Behandlung zu.

Sie sollten so früh wie möglich einen auf das Sexualstrafrecht spezialisierten Verteidiger hinzuziehen, der Ihnen als vertrauensvoller Ansprechpartner und Beistand zur Seite steht.

In einem frühen Stadium des Ermittlungsverfahrens sind die Chancen am größten, das Verfahren zu gestalten anstatt nur darauf zu reagieren. Fälle von Falschbeschuldigung lassen sich aus der Erfahrung besonders effektiv zu Beginn des Ermittlungsverfahrens aufklären.

Ein Rechtsanwalt kann Akteneinsicht nehmen und dadurch herausfinden, was man Ihnen genau vorwirft. Darüber hinaus kann ein spezialisierter Strafverteidiger Widersprüche erkennen, eigene Ermittlungen durchführen und bestimmte Beweiserhebungen beantragen.

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Sie haben eine Frage zum Thema Falschbeschuldigung?

Sie haben eine Frage, die unbeantwortet geblieben ist? Dieser Text erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und dient nur der ersten Orientierung; ersetzt jedoch keine persönliche Beratung bei einem Rechtsanwalt. Gern geben wir Ihnen persönlich Auskunft!

Rufen Sie uns unter Telefon: 040 – 2286 3800 an oder schreiben Sie uns eine E-Mail.

Selbstverständlich begegnen wir unseren Mandanten respektvoll und vorurteilsfrei sowie unter Wahrung absoluter Diskretion. Als Rechtsanwalt unterliege ich der Verschwiegenheit, Sie können daher mit mir alles besprechen, kein Anliegen muss Ihnen unangenehm sein.

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