Ermittlungsverfahren: Operation Pacifier

Playpen war zeitweise die größte Kinderpornografie-Seite im sog. Darknet. Im August 2014 gegründet, bestand sie bis Februar 2015 – mit zuletzt etwa 215.000 Nutzern und 23.000 kinderpornografischen Aufnahmen. Die OP Pacifier machte dem schließlich ein Ende.

Playpen und die OP Pacifier

Die Operation Pacifier (deutsch: Schnuller) des FBI richtet sich mit Ermittlungsverfahren gegen die Nutzer des Community-Board PlayPen (deutsch: Laufstall) im Tor-Netzwerk (häufig als Darknet bezeichnet). Während das FBI angab, bereits von Beginn an von dieser Seite gewusst zu haben, war man zunächst nicht dazu in der Lage, die Server-Standorte oder Betreiber zu lokalisieren. Dennoch blieb Playpen nicht lange online.

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Die Hintermänner hatten die Plattform Playpen als sog. Hidden Service im Tor-Netzwerk betrieben, wodurch die Kommunikation anonymisiert ablief. Der Zweck von Playpen war die Veröffentlichung von kinderpornographischen Schriften in verschiedenen Kategorien sowie die Weitergabe selbst hergestellter Fotos und Videos des sexuellen Missbrauchs von Kindern. Insbesondere bei Nutzern, die Zugang zum sog. „Producers Forum“ hatten, liegt der Verdacht auf selbst hergestellte Kinderpornografie nahe. Mit immerhin 215.000 Usern und 23.000 kinderpornografischen Schriften zählte das Board im Jahr 2015 zu den weltweit größten Kinderporno-Plattformen.

Am 19.02.2015 wurde der Administrator schließlich durch das FBI festgenommen. Das FBI übernahm danach selbst die Administration, um Nutzungsspuren der Nutzer zu verfolgen und aufzuzeichnen. Am 05.03.2015 wurde das Board dann endgültig geschlossen.

PlayPen Nutzer: Was kann ich tun?

Das FBI betrieb den Server dann über ihre eigenen Anlagen. Ein 24-Stunden-Monitoring des Servers durch das FBI erlaubte die Überwachung der gesamten Kommunikation zwischen den Nutzern. Zudem wurde die Network Investigative Technique (NIT) eingesetzt, um reale IP-Adressen der Nutzer, trotz deren Nutzung von Tor, zu generieren. Ermittlungsergebnisse des FBI wurden an das Bundeskriminalamt (BKA) übermittelt. Direkt im Anschluss erfolgte jeweils die Bestandsdatenanfrage der IP-Adresse bei den Providern. Polizeilich bekannt

Danach wertet die Polizei zudem die sichergestellten kinderpornografischen Aufnahmen aus. Gibt es neue Aufnahmen, die noch nicht in der zentralen BKA-Datenbank gespeichert sind? Dann wird man versuchen, die Täter des Missbrauchs zu ermitteln. Dafür werden in bestimmten Verdachtsfällen die Fotos vom Missbrauch der Kinder an Kindergärten sowie Schulen geschickt und gefragt, ob diese ein oder mehrere Kinder wiedererkennen.

Hat man einen Tatverdächtigen ermittelt, z.B. über die zugeordnete IP-Adresse, wird ein Richter einen Durchsuchungsbeschluss unterschreiben. Kurz darauf steht dann die Polizei für eine Hausdurchsuchung vor der Tür. Es ist empfehlenswert so früh wie möglich, am besten vor der Durchsuchung, einen spezialisierten Rechtsanwalt hinzuziehen, der als Beistand und als vertrauensvoller Ansprechpartner fungiert.

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