Ermittlungsverfahren: Operation Elysium

Elysium war eine der weltgrößten Plattformen für Kinderpornografie mit mehr als 110.000 Nutzern, obwohl diese überhaupt nur wenige Monate (seit Ende 2016) existierte. Zugang zu Elysium erhielten die Nutzer nur über das „Darknet“ und erst nachdem sie selbst kinderpornografische Dateien zur Verfügung stellten.

Nutzer der Plattform sahen zuletzt nur noch dieses Banner und können sicher sein, dass beim Besuch ihre IP-Adresse aufgezeichnet wurde:

Kinderpornografie, KiPo, kinderpornografische Schriften, Elysium, BKA, ZIT, Forum, Plattform, Tausch, Verbreitung, Festnahme, Hausdurchsuchung, Sicherstellung, Server, Darknet, Polizei, Kripo, Durchsuchung, Computer, beschlagnahmt

Elysium als internationales Forum für Kinderpornografie

Die als Forum aufgebaute Plattform Elysium war international ausgerichtet und verfügte über Foren in deutscher, englischer, französischer, spanischer und italienischer Sprache. Die Internationalität im Darknet sollte auch der Name Elysium unterstreichen.

Die Darknet-Plattform diente allerdings vermutlich nicht nur dem weltweiten Austausch von Kinderpornografie, sondern auch der sexuelle Missbrauch von Kindern wurde über die Plattform koordiniert. Die Polizei geht bisher davon aus, dass die Plattform ihren Sitz in Deutschland hatte. Die mutmaßlichen Betreiber müssen sich nun seit August 2018 vor dem Landgericht Limburg verantworten. Der Hauptangeklagte soll zuvor in verschiedenen Foren wie „Hurt“, „Tabooless“ oder „Bloody Interests“ aktiv gewesen sein, bevor er schließlich Moderator von „The Giftbox Exchange“ (TGE) war. Dieses Forum mit ca. 67.000 Usern wurde Ende 2016 von australischen Behörden geschlossen, kurz danach startete Elysium.

Das Ende von Elysium

Im März 2017 konnte die Polizei dann den Server ermitteln, auf dem Elysium gehostet war. Eine Sicherheitslücke in der Programmierung führte die Fahnder nach Limburg, wo der Server in einer Autowerkstatt gestanden haben soll. Auf dem Server wurden mehrere Terrabyte Bilder und Videos sichergestellt. Bekannt ist, dass der Server nicht verschlüsselt war, so dass das BKA darauf Zugriff hat. Damit sind über 100.000 Nutzerkonten offengelegt, die nun zu weiteren Ermittlungsverfahren führen werden.

Elysium-Nutzer: Was kann ich tun?

Das BKA wertet nun zuerst die sichergestellten Daten aus. Wurde eine E-Mail Adresse angegeben? Gibt es weitere Informationen, z.B. deren Wohnort? Lassen sich IP-Adressen zurückverfolgen? Da die Verbindungen zum Darknet über anonyme Server laufen, dürfte eine Rückverfolgung der IP-Adressen zumindest nicht einfach werden. Aber: Hat der Nutzer eine E-Mail Adresse hinterlegt, erfolgte beim Zugriff auf das E-Mail Konto wahrscheinlich auch eine Speicherung der IP-Adresse.

Danach wertet die Polizei zudem die sichergestellten kinderpornografischen Aufnahmen aus. Gibt es neue Aufnahmen, die noch nicht in der zentralen BKA-Datenbank gespeichert sind? Dann wird man versuchen, die Täter des Missbrauchs zu ermitteln. Dafür werden in bestimmten Verdachtsfällen die Fotos vom Missbrauch der Kinder an Kindergärten sowie Schulen geschickt und gefragt, ob diese ein oder mehrere Kinder wiedererkennen.

Hat man einen Tatverdächtigen ermittelt, z.B. über seine E-Mail Adresse, wird ein Richter einen Durchsuchungsbeschluss unterschreiben. Kurz darauf steht dann die Polizei für eine Hausdurchsuchung vor der Tür. Es ist empfehlenswert so früh wie möglich, am besten vor der Durchsuchung, einen spezialisierten Rechtsanwalt hinzuziehen, der als Beistand und als vertrauensvoller Ansprechpartner fungiert.

Sie haben eine Frage zu Elysium und den Ermittlungen?

Sie haben eine Frage, die unbeantwortet geblieben ist? Dieser Text erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und dient nur der ersten Orientierung; ersetzt jedoch keine persönliche Beratung bei einem Rechtsanwalt. Gern geben wir Ihnen hierzu persönlich Auskunft!

Rufen Sie uns unter Telefon: 040 – 2286 3800 an oder schreiben Sie uns eine E-Mail.

Selbstverständlich begegnen wir unseren Mandanten respektvoll und vorurteilsfrei sowie unter Wahrung absoluter Diskretion. Als Rechtsanwälte unterliegen wir der Verschwiegenheit, Sie können mit uns alles besprechen, kein Anliegen muss Ihnen unangenehm sein.

Ihr Name*

Ihre E-Mail-Adresse* (für die Antwort oder Terminbestätigung)

Ihre Telefonnummer (für eventuelle Rückfragen)

Terminwunsch (schnellstmöglich oder Terminwünsche eintragen)

Ihre Frage oder Nachricht

Spamschutz*: Ergebnis von

* Pflichtfelder. Die Daten werden verschlüsselt übertragen. Es gilt unsere Datenschutzerklärung.

Laudon Strafverteidigung hat 5,00 von 5 Sternen | 102 Bewertungen auf ProvenExpert.com