Falschbeschuldigung, falsche Verdächtigung

Sie haben von der Polizei eine Vorladung als Beschuldigter wegen eines Tatvorwurfs im Sexualstrafrecht erhalten? Sie wissen allerdings nicht, worum es geht und glauben deshalb an eine falsche Verdächtigung?

Nirgends ist eine Falschbeschuldigung so häufig anzutreffen wie im Sexualstrafrecht. Die Gründe und Ursachen einer bewussten oder unbewussten falschen Verdächtigung dürften vielfältig sein, gerade weil regelmäßig Aussage gegen Aussage steht.

Warum sollte sich denn jemand so etwas ausdenken?

Die Gründe und Ursachen einer bewussten oder unbewussten falschen Verdächtigung sind vielfältig. Diese reichen von einer gezielt falschen Beschuldigung aus Rache oder im Streit um das Sorgerecht bis zu einer diffusen Anschuldigung, um Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Auch psychische Erkrankungen – allen voran die Borderline-Störung – kommen statistisch deutlich gehäuft vor. Am häufigsten sind allerdings bloße Missverständnisse. Beide Sexualpartner waren sich nicht einig darüber, was sie wollten oder brachten dagegen die Ablehnung nicht im Geringsten zum Ausdruck. Woher sollte der eine denn schließlich wissen, dass der andere dies oder das nicht will?

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Stetiger Anstieg von falschen Verdächtigungen

In den letzten Jahren ist eine Zunahme von Fällen zu beobachten, denen eine falsche Verdächtigung zugrunde lag. Diese führten überwiegend auch zu starker medialer Beachtung. Dementsprechend gehen Aussagepsychologen aufgrund ihrer Fallzahlen davon aus, dass mindestens 30% der erhobenen Beschuldigungen falsch sind. Und in nur einem kleinen Ausschnitt der Strafverfahren im Sexualstrafrecht kommt es überhaupt zur Begutachtung des vermeintlichen Opfers durch einen Sachverständigen.

Dagegen ging man in der Rechtsmedizin früher davon aus, dass es sich bei 5-10% Prozent der Vergewaltigungen um Falschbeschuldigungen handelt. Diese Zahl hat in den Gewaltambulanzen in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen:

Erfahrungsgemäß haben wir in den letzten Jahren einen gewissen Anstieg von sog. Fake-Fällen zu verzeichnen, bei denen Personen sich selbst zugefügte Wunden präsentieren und dann behaupten, einem Verbrechen zum Opfer gefallen zu sein.

Prof. Dr. Klaus Püschel, Direktor des Instituts für Rechtsmedizin (UKE Hamburg)

Was kann ich tun gegen eine falsche Verdächtigung?

Tipp 1: Schweigen Sie! Gerade zu Unrecht beschuldigte Menschen neigen dazu, sich lieber redend verteidigen zu wollen, um zu versuchen, die Vorwürfe aufzuklären und so aus der Welt zu schaffen. Das erweist sich leider oft als falsch! Deshalb schweigen Sie zumindest so lange, bis Sie durch einen spezialisierten Rechtsanwalt beraten werden.

Tipp 2: Schweigen Sie auch zu Passwörtern für Ihre technischen Geräte! Sie müssen die Polizei nicht unterstützen, deswegen lassen Sie es am besten. Die Beamten versprechen Ihnen alles Mögliche, glauben Sie nichts. Auch in die Entnahme einer DNA-Probe müssen Sie nicht einwilligen, folglich auch nicht in eine erkennungsdienstliche Behandlung.

Tipp 3: Sie brauchen einen spezialisierten Strafverteidiger! Das Sexualstrafrecht ist ein eigenes Rechtsgebiet mit vielen Besonderheiten. Ohne Spezialkenntnisse seines Anwalts steht der Beschuldigte schon mit einem Bein im Gefängnis. Sie brauchen einen engagierten Strafverteidiger, der Sie vertrauensvoll und vorurteilsfrei berät und folglich mit größter Hartnäckigkeit verteidigt. Denn gerade wer unschuldig ist, braucht die besten Anwälte!

Sie haben eine Frage zum Thema falsche Verdächtigung?

Sie haben eine Frage, die unbeantwortet geblieben ist? Dieser Text erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und dient nur der ersten Orientierung; ersetzt jedoch keine persönliche Beratung bei einem Rechtsanwalt. Gern geben wir Ihnen persönlich Auskunft!

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Selbstverständlich begegnen wir unseren Mandanten respektvoll und vorurteilsfrei sowie unter Wahrung absoluter Diskretion. Als Rechtsanwalt unterliege ich der Verschwiegenheit, Sie können daher mit mir alles besprechen, kein Anliegen muss Ihnen unangenehm sein.

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