Sexueller Missbrauch von Kindern durch Frauen

Sexueller Missbrauch von Kindern durch Frauen

Sexueller Missbrauch von Kindern durch Frauen führt in der öffentlichen Wahrnehmung ein „Schattendasein“. So beschreibt es die Justizreportern des „Spiegel“ Beate Lakotta in ihrem gleichnamigen Bericht. Die Gründe für dieses Schattendasein wurzeln tief in Tabus, Geschlechtermythen und kollektiver Verdrängung.

Denn sexueller Missbrauch von Kindern durch Frauen ist für viele gar nicht vorstellbar. Seit Jahrzehnten beschwören gerade Feministinnen immer, sexuelle Gewalt sei ausschließlich ein rein männliches Problem. Frauen hingegen seien nie Täterinnen, sondern immer Opfer.

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Sexueller Missbrauch von Kindern durch Frauen nur Einzelfälle?

Die polizeilichen Kriminalstatistik wies im letzten Jahr für den sexuellen Missbrauch von Kindern vier Prozent weibliche Tatverdächtige aus – in Zahlen: 371. Dagegen kommt die Verurteilungsstatistik auf zwei Prozent. Studien zufolge sollen 20% der Missbrauchstaten von Frauen begangen werden. Von Einzelfällen kann man also kaum sprechen.

Während Männer zu 90% Mädchen missbrauchen, spielt das Geschlecht des Kindes für Frauen offenbar keine Rolle. Nahezu doppelt so häufig wie Männer missbrauchen Frauen zudem ihre leiblichen Kinder oder Kinder, die ihnen zur Betreuung anvertraut waren.

Die Frau als Täterin eines sexuellen Missbrauchs

Neben der Frau als Täterin des sexuellen Missbrauchs kommt auch Beihilfe in Betracht, wenn die Frau im Nebenzimmer von dem stattfindenden Missbrauch durch ihren Partner weiß, den Missbrauch filmt oder nur zusieht. Dass Frauen dagegen nur aus Hörigkeit ihren Männern gegenüber am Missbrauch teilnehmen, sei ein typisch männliches Klischee. Ist sie so bedürftig und abhängig, dass sie den Mann nicht verlieren will und dafür das Kind opfert? Besteht die Lust in der Unterwerfung unter den Mann? Oder trifft ihre eigene Lust beim Partner auf ein passendes Pendant?

Der sexuelle Missbrauch von Kindern durch Frauen darf ferner auch nicht eindimensional betrachtet werden. Es passiert immer wieder, dass eine Lehrerin eine Beziehung mit einem 13-jährigen Schüler anfängt – dies ist nichts anderes als Missbrauch. Überhaupt können sich Jungen in diesem Alter einen solchen Missbrauch schwer eingestehen. Die sexuellen Handlungen mit reiferen Frauen werden dann eher als „Erfahrung“ umgedeutet.

Die Motivation, selbst zur Täterin zu werden, lässt sich nicht generalisierend beantworten. Entweder seien sie selbst als Kind missbraucht worden, so dass sie später selbst Täterin werden oder sie glauben vielleicht, Kinder könnten Sexualität mit Erwachsenen genießen. Manchmal geht es um Macht und Kontrolle, um sexuelle Erregung oder schlicht um Geld.