Vergewaltigung

Kann eine Vergewaltigung nur erfunden sein?

Hin und wieder hört man, dass man Frauen, die behaupten, vergewaltigt worden zu sein, immer glauben muss. Warum sollte man das? Gibt es nicht genügend prominente Fälle, in denen Frauen offensichtlich gelogen haben? Alles Einzelfälle? Wir haben in den lokalen Medien recherchiert und viele erstaunliche Artikel über aktuelle Fälle gefunden.

Freispruch bei Vergewaltigung nach Untersuchungshaft

Die Wahrscheinlichkeit, in Deutschland von einem Gericht freigesprochen zu werden, liegt im einstelligen Prozentbereich. Kommt es hingegen wegen einer angeblichen Vergewaltigung zu einer Anklage und Hauptverhandlung, werden am Ende ca. 25% der Angeklagten freigesprochen. In keinem anderen Rechtsgebiet im Strafrecht ist die Chance auf einen Freispruch so groß.

Freispruch: Sexuelle Nötigung und Vergewaltigung

Die Wahrscheinlichkeit, in Deutschland von einem Gericht freigesprochen zu werden, liegt im einstelligen Prozentbereich. Die einzige Ausnahme bilden dessen ungeachtet Fälle der mutmaßlichen sexuellen Nötigung oder Vergewaltigung (§ 177 StGB). Kommt es in diesen Fällen zu einer Anklage und Hauptverhandlung, werden immerhin ca. 25% der Angeklagten freigesprochen. Danach ist in…

Falschbeschuldigung einer Vergewaltigung

Nirgendwo ist eine falsche Verdächtigung so häufig anzutreffen wie im Sexualstrafrecht. Eine solche Falschbeschuldigung wegen Vergewaltigung oder sexuellem Missbrauch ist einfach; es bedarf keiner Beweise, die schlichte Bezichtigung ist ausreichend. Die falsche Beschuldigung einer Vergewaltigung ist wahrscheinlich ungefähr so alt wie die Menschheit und findet sich sogar in der Bibel.

Rechtsprechung: Aussage gegen Aussage

Der Bundesgerichtshof (BGH) verfolgt eine gefestigte Rechtsprechung zu der besonderen Beweiskonstellation „Aussage gegen Aussage“. Die Konstellation entsteht, wenn sich nur die Aussagen des Beschuldigten und Opferzeugen gegenüberstehen und weitere unmittelbar tatbezogene Beweismittel fehlen.

Falschbeschuldigung infolge der Borderline-Persönlichkeitsstörung

Die Diagnose der emotional-instabilen Persönlichkeitsstörung vom Borderline-Typ bietet bereits aufgrund der mit dieser Diagnose verbundenen Symptomatik zahlreiche Ansatzpunkte, die für eine aussagepsychologische Begutachtung relevant sein können. Dieses Störungsbild kennzeichnet grundsätzlich eine besondere Instabilität in zwischenmenschlichen Beziehungen, im Selbstbild, in den Affekten und Impulsivität.

Rechtsprechung: Glaubwürdigkeit und Borderline

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat sich in seiner Rechtsprechung bereits mehrfach mit der Glaubwürdigkeit von psychisch auffälligen Zeugen beschäftigt. Diesen „Auffälligkeiten“ lag häufig eine Borderline-Persönlichkeitsstörung zugrunde. Rechtsprechungsübersicht Die Problematik entsteht, wenn sich lediglich die Aussagen des Beschuldigten und Opferzeugen gegenüberstehen und andere Beweismittel fehlen. Auch wenn sich Beschuldigte durch Schweigen verteidigen,…