Was ist das NCMEC (National Centre for Missing and Exploited Children)?

Was ist das NCMEC (National Centre for Missing and Exploited Children)?

Die NCMEC (National Centre for Missing and Exploited Children) ist eine US-amerikanische Organisation und meldet Fälle von Kinderpornographie an das Bundeskriminalamt (BKA). Die Zahlen dieser Hinweise auf Kinderpornographie im Internet sind stetig steigend. Lädt ein deutscher Nutzer solche kinderpornographischen Schriften, deren Besitz nach § 184b StGB strafbar ist, zu US-Internetdiensten hoch, geht eine Meldung an das NCMEC und von dort an das BKA. Das BKA leitet dann ein Ermittlungsverfahren ein.

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Woher erhält die Polizei ihre Informationen und Hinweise?

Alle Dateien, die auf US-Plattformen geteilt werden, durchlaufen einen Test des NCMEC. Darunter sind die Dienste von Google, Facebook, DropBox, Microsoft mit deren jeweiligen Tochterunternehmen. Die Dienste scannen dazu sämtliche Dateien mit ihrem Hashwert, einer Art digitaler Fingerabdruck. Laufend scannen die Anbieter ihre Datenbestände und die über ihre Dienste verbreiteten Daten im Rahmen ihrer Selbstverpflichtung nach Dateien mit den bekannten Hashwerten kinderpornographischer Dateien.

Erkennt das System eine kinderpornografische Schrift, sperrt es automatisch den Zugang, löscht die Datei und zeichnet die IP-Adresse auf. Das NCMEC erstellt dann einen Report mit relevanten Daten und stellt diesen für das Bundeskriminalamt zum Abruf bereit.

NCMEC meldet Kinderpornographie an das BKA

Auf diese Weise erhält das BKA jedes Jahr mehr als 35.000 Berichte vom NCMEC mit dem Verdacht der Verbreitung von Kinderpornographie. Das NCMEC leitet die Informationen anschließend an die zuständigen Justizbehörden der Staaten weiter aus denen der jeweilige Upload stattfand. Dieses Land ist über die Upload-IP feststellbar. An die Grenzen stößt das System allerdings mit VPN-Diensten, die die ursprüngliche IP-Adresse verschleiern.

Das Bundeskriminalamt (BKA) wertet die 35.000 Hinweise mit Verdacht der Verbreitung von Kinderpornographie dann aus. Liegt aufgrund der übermittelten Inhalte ein Anfangsverdacht vor, so übermittelt das BKA die IP-Adresse sofort an den Provider. Dies muss sehr schnell geschehen, da die Provider diese Daten meistens nur für 7-14 Tage speichern. Die Provider sind dann verpflichtet zu der IP-Adresse den Anschlussinhaber zu offenbaren. Diese Informationen leitet das BKA anschließend an die zuständige Staatsanwaltschaft weiter. Die Staatsanwaltschaft beantragt dann bei Gericht einen Durchsuchungsbeschluss. Damit beginnt dann das Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Verbreitung oder dem Besitz von Kinderpornographie.

Sie haben Fragen im Zusammenhang mit Kinderpornographie?

Sie haben eine Frage, die unbeantwortet geblieben ist? Dieser Text erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und dient nur der ersten Orientierung; ersetzt jedoch keine persönliche Beratung bei einem Rechtsanwalt. Gern erhalten Sie hierzu weitere Informationen!

Rufen Sie uns unter Telefon: 040 – 2286 3800 an oder schreiben Sie uns eine E-Mail. Über das Kontaktformular können Sie uns auch den Durchsuchungsbeschluss übersenden. Ein Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht unserer Kanzlei wird Sie dann zurückrufen.

Selbstverständlich begegnen wir unseren Mandanten respektvoll und vorurteilsfrei sowie unter Wahrung absoluter Diskretion. Jeder Rechtsanwalt unterliegt der Verschwiegenheit, Sie können daher mit uns alles besprechen, kein Anliegen muss Ihnen unangenehm sein.

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